Radtour in die Naturparks der Feldberger und Uckermärkischen Seenlandschaften

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Die Hamburger Radler zieht es immer wieder in die Naturschutzgebiete der nördlichen Bundesländer. Die riesigen Eispanzer vor über 10 Tsd. Jahren haben dort mit ihrem Abschmelzen viele Seen in tiefen Endmoränen hinterlassen, die sich oft auch in hügligen Landschaften mit dichter Bewaldung verbergen. Für Naturfreunde eine reizvolle Landschaft, die aber mit ihren Höhenunterschieden an Wanderer zu Fuß und auf dem Rad oft eine Herausforderung ist.

Vom 28. August bis 1.September d.J. hatten 15 Hamburger das Waldhotel Stieglitzenkrug im schönen Kneippkurort Feldberg als Quartier für ihre Radtouren gewählt. Kurz nach der individuellen Anreise startete fast wie geplant die Eingewöhnungstour am Nachmittag. Vorausbemerkt sei, dass für alle die Radfahrbedingungen unbekannt waren. Frohgemut fuhr man in die grüne Umgebung und wurde dann doch von unerwarteten Anforderungen überrascht. Hervorragende Straßen, schöne befestigte Radwege, aber es ging auch querfeldein über sandige Feldwege, bergauf und bergab und dass bei 30° im Schatten.

Geschafft haben es alle, aber geschafft waren sie am Ende nach 25 km auch.  Nach kräftigem Schluck und warmer Dusche war alles ok und beim geselligen Teil zum Abend war die Stimmung schon wieder fröhlich.

Am nächsten Morgen waren alle wieder begeistert dabei. Die Räder bepackt, die Akkus aufgeladen, Luft in den Reifen und die Wasser-flaschen nachgefüllt.  Schutzhelme auf und nach Regieanweisung der Tourenleiter Klaus Petroff und Klaus-Dieter Roll ging es auf die 2te Rundfahrt in nördliche Richtung. Sie führte bis zur hochgelegenen Stadt Fürstenwerder, deren Gründung auf das 13. Jahrhundert zurückgeht. Ihr Stadtkern ist noch heute von einer 1300 m langen Felssteinmauer umschlungen. Nach 43 km waren wir wieder zurück beim Hotel.

Bei der 3ten Tour kamen wir in das östlich gelegene Boitzenburger Land mit der Stadt Boitzenburg und ihrem schön restaurierten Barockschloss, das im 18. Jahrhundert aus dem Umbau der bestehenden Burg entstanden ist und nach dem Potsdamer Schloss Sanssouci das zweitgrößte im Norden Deutschlands. Für eine Rast in dieser Stadt ist der Marstall zu empfehlen. Neben guter Küche sind die Schokoladenmanufaktur und die Kaffeerösterei zu besichtigen.

Bei der 4.ten Tour über 38 km war ich nicht mehr dabei. Ich habe mich von der Gruppe auf dem Weg zu den Heiligen Hallen, ein als Totalreservat geschützter alter Buchenwald,verabschiedet und den Vormittag genutzt, um auf den 143 m über dem Meeressspiegel hohen Reiherberg mit Aussichtsplattform zu fahren und anschließend Feldberg zu besichtigen. Auf dem Reiherberg lag der große Findling, goldfarben angemalt, als schützenswerter Geotop aus Mittelschweden. Gewicht: 24,6 t. Die Farbe scheint zu halten….

Mit einem Dank im Namen aller Teilnehmer an die beiden Organisatoren Klaus-Dieter Roll und Klaus Petroff endet mein Bericht zur großen Radtour 2019 der GeLH ’er HAM über insgesamt 154 km.

K.M. 20.9.2019

Ps.: in Absprache mit unserem Vorstand zeigen wir Fotos nur im geschützten Bereich.

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