Gelungener Auftakt der GeLH - Fahrradsaison 2017

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Unsere Marschhufentour am 16. März 2017

Das war ein gelungener Auftakt unserer Radsaison 2017.

Wie im Vorjahr hatten wir wieder Glück mit dem Wetter, zunächst etwas wolkig und frisch, aber im Laufe des Tages dann eine angenehme Frühjahrstemperatur und sogar Sonnenschein.

Am Fährhaus Zollenspieker an der Elbe, noch auf Hamburger Seite, trafen sich 16 GeLH-Radler/-innen um nach dem Übersetzen nach Niedersachsen die Marschhufentour mit einer Wegstrecke von ca. 54 km in Angriff zu nehmen.

Marschhufen.., was ist/sind denn das... ??  Hier muss man die Geschichte und die Trockenlegung, Eindeichung und Besiedlung des ursprünglichen Elbstromtales und seiner Ufermarschen bemühen.  Kurz beschrieben: ein Marschhufendorf ist eine Siedlungsform, wo Siedler eine Hofstelle mit streifenförmigen Grundstücken, oft begrenzt durch Entwässungsgräben und Straßen, zur Bewirtschaftung erhalten haben. 

Wir radelten zunächst von Hoopte direkt unterhalb des Elbdeiches Richtung Fliegenberg und machten ersten Halt an der Mündung der Seeve in die Elbe. Das Sperrwerk wurde infolge der schweren Sturmflut von 1962 in den Jahren 1965 und 1966 gebaut und schützt die Seeveniederung vor Überflutung. Durch das Naturschutzgebiet der unteren Seeveniederung ging's gemütlich direkt am Fluss entlang Richtung Maschen. Eine Weg-/Brückensperrung am größten Rangierbahnhof Europas zwang uns aber dann zu einem Umweg über Stelle und den Ortsrand von Seevetal. Wir querten hier schon kleinere Siedlungen mit den typischen Kopfsteinpflastern und Sandwegen, das Fahren wurde also anspruchsvoller.

Nächster Halt war an der Horster Mühle, einer gut erhaltenen und noch voll aktiven Wassermühle und direkt an der Seeve  gelegen.  Insidern auch als gutes und sehr beliebtes Revier für Kanufahrer bekannt. Nahe der Ortschaft Helmsdorf machten wir Rast in einem Restaurant mit eigener Fischzucht und einer wunderschönen Teich- und Gartenanlage.

Teils auf guten Radwegen, aber auch auf dem Geestrücken mit Sandwegen, wo nicht fahren sondern schieben angesagt war, erreichten wir Ramelsloh. Der Halt an der Kirche mit der Schautafel führte uns noch einmal in die Geschichte bis ins Jahr 845 zurück : „Wikingerüberfall in Hamburg, Bischof Ansgar floh.., Bau der Kirche im Wald „Hramesloa", usw“.

Vorbei an großen Weideflächen, Mooren und kleinen Wäldern und Pferdewiesen radelten wir dann direkt an der Luhe nach Winsen. Vor dem Schloss Winsen, gebaut wohl um das Jahr 1230, machten wir noch einen Fotostopp. Die Wasserburg diente anfänglich als Sitz der jeweiligen Landesfürsten und Herrschern im Landstrich, jetzt genutzt von der Stadt als Amtsgericht. Um 1610 fanden hier wohl auch Hexenprozesse statt. Also, schnell weg.

Auf dem alten Stöckter Elbdeich genossen wir noch einen wunderschönen Ausblick über die Wiesen, Moore und Niederungen und erreichen den Ort Stöckte mit seinen alten Fachwerkhäusern und den Schiffs-/Bootswerften und -Häfen.

Am Fähranleger erwartete uns abends noch immer ein geschäftiges Treiben, das uns zeigt: Die „Biker-und Fahrradsaison" ist eröffnet. 

Wir danken Klaus und Gisela für die Organisation und stets umsichtige Führung.

Rainer Suhr   

 

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