Besichtigung der DESY (Deutsches Elektronen-Synchrotron)

von

34 technisch interessierte GeLH´er trafen sich, um ein wenig über die naturwissenschaftliche Grundlagenforschung der DESY in Hamburg kennen zu lernen.
Im Hörsaal erhielten wir zunächst allgemeine Informationen zum Forschungszentrum und zu den Forschungstätigkeiten. Anschließend wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt um einige der Einrichtungen in der Praxis zu besichtigen.

DESY ist eines der weltweit führenden Beschleunigerzentren zur Erforschung der Materie. Das Institut entwickelt, baut und nutzt Beschleuniger und Detektoren für die Forschung mit Photonen und die Teilchenphysik. Es ist ein mit öffentlichen Mitteln finanziertes nationales Forschungszentrum und Mitglied der Heimholz-Gemeinschaft. Das Forschungszentrum wurde 1959 in Hamburg gegründet und verteilt sich derzeit auf die Standorte Hamburg und seit 1992 auch in Zeuthen (ehemals Labor für Hochenergiephysik der DDR). DESY hat ca. 2.300 Mitarbeiter bei einem Jahresetat von 230 Mio./€ Die drei Hauptaufgaben des Instituts sind folgende, 1).Entwicklung, Bau und Betrieb von Teilchenbeschleunigern, 2).Untersuchung der fundamentalen Eigenschaften von Materie und Kräften im Rahmen der Teilchenphysik bzw., der Hochenergiephysik, 3).Forschung mit Photonen, d.h. Synchrotonstrahlung und Freie-Elektronen-Laser in u.a. Physik, Chemie, Biologie, Geologie und Medizin.

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Mit etlichen Beispielen wurde uns das Grundwissen, z.B. Teilchenphysik – Elektron, Proton und Neutron, theoretisch und anschaulich erklärt, z.B. an den Röntgenuntersuchungen mit der Röntgenlichtquelle der "PETRA III" an Bildern (van Gogh), zur Festlegung der Mischung der verwendeten Farbpigmente. Die Erklärungen gingen bis zur modernsten Anlage, "European XFEL", in der die stärksten Röntgenlaserblitze der Welt produziert werden.

Besichtigt wurde nun der Teilchenbeschleuniger "PETRA III", einem Tunnelbauwerk mit einem Innendurchmesser von 5,20 m. und einer Länge von 2,3 km. An vielen Exponaten und Schautafeln wurde uns vieles der einzelnen Messverfahren der einzelnen Messplätze erklärt.

Als letztes besuchten wir den größten, seit 2007 stillgelegten DESY Ringbeschleuniger und zwar "HERA". Dieser Beschleuniger hat einen Umfang von 6336 Metern und befindet sich 10 bis 20 Meter unter der Erde. Die Teilchenstrahlen durchflogen den Ring mit annährend Lichtgeschwindigkeit und einer Beschleunigung von 47.000 Mal in einer Sekunde. Auch konnte in der Anlage der Elektronen- und Protonenstrahl zur Kollision gebracht werden. Auch hier wurde uns die einzelnen, imposanten Bauteile und deren Funktionen eingehend erklärt.

Ein wahrlich interessanter Vormittag mit vielen Einblicken in die naturwissenschaftliche Grundlagenforschung.

Den Abschluss bildete ein stärkender Besuch in der DESY Kantine.

Vielen Dank an Hans für die sehr interessante Tagesveranstaltung.

Ps.: Empfehlen kann ich noch aus fachlicher Sicht folgenden kurzen Film auf YouTube:

       "PETRA III - Vorstoß in den Nanokosmos"

       https://www.youtube.com/watch?v=vHgIr0yFVVU

G. Bloehs

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