Advent in Dresden – unsere Busreise 6.–10. Dez. 2018

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Tag 1 (Do) Fahrt nach Dresden: Um  7 Uhr ging es in  Norderstedt am Herold-Center los, immerhin  1 Stunde entspannter  als der sonst übliche Start  6 Uhr (außerdem ist in dieser Zeit das Taxi billiger). Nächster Stopp  - wie immer -  HH-Hauptbahnhof. Eine “Bustasche“ am ZOB war für unseren Bus  “Dahmetal“ reserviert. Wir waren ‘vollzählig‘ (46 Teilnehmer; eine krankheitsbedingte Absage) und konnten ca.  8 Uhr  losfahren. Unser bewährter Fahrer  Karl-Heinz  überlegte noch die Fahrtrichtung  - und entschied sich für  Berlin. Ziel war ja klar: Dresden, Hauptstadt des Freistaats  Sachsen.

Nach der Begrüßung durch  Karl-Heinz  und unserem  Reiseleiter Hans Bibow  begann  Klaus  gleich mit seinem Getränke-Service. Untermalt wurde dieses Treiben mit Musik vom Radiosender  90,3. Plötzlich eine Durchsage:  “Hamburger des Tages“  ist  Hans Bibow!!!  in Anerkennung seiner jahrelangen Organisation von Reisen, Tagesfahrten  usw.  für den Hamburger Regionalverein. Großer Beifall im Bus für Hans  und die Initiatorin  Heidi Jahnke.

Wegen der vielen Baustellen auf den Autobahnen rings um Berlin entschied sich Karl-Heinz für die Berliner Stadt-Autobahn, klappte richtig gut. Dann kurz hinter Schönefeld die große Pause zur Stärkung mit dem traditionellen  3 Gänge Menü  oder Suppen  oder anderen Speisen von zuhause bzw. von der Raststelle. Kurz vor  16 Uhr  kamen wir an unserem Quartier an: Kim Hotel im Park, gelegen am westlichen Stadtrand von DRS. Unsere Zimmer lagen in  2 verschiedenen Gebäuden, entweder im Erdgeschoss  oder im 1.Stock; es gibt keine Fahrstühle (Brigitte und ich hatten wieder einmal großzügig gepackt, unsere Koffer waren sehr schwer; und dann die vielen Stufen. Also, bei der nächsten Reise muss unbedingt überlegter/knapper gepackt werden! vielleicht gelingt das endlich mal). Letzter Programmteil für den  1.Tag: das Abendessen. Sollte nach ursprünglicher Planung an  3 Abenden  in diesem Hotel stattfinden, wurde aber aus Kapazitätsgründen geändert. Darum: Fahrt nach  Radebeul; das Restaurant war nicht ganz einfach anzusteuern, Straßenführung unübersichtlich, Bahn-Unterführungen zu niedrig für den Bus. Dann endlich das Restaurant  “Gaumenkitzel“, urig, rustikal, gemütlich; die Speisen ungewöhnlich  aber ganz toll, sehr freundliche und auch zügige Bedienung. Schnelle Rückfahrt zum Hotel.

Tag 2 (Fr) Stadtrundfahrt Dresden  und Rundgang Altstadt

Start in den Tag mit dem Frühstück im Hotel. Sehr gemütliche Gasträume, Büffet mit Suchfunktion. Man kommt auch mit anderen Gästen leicht ins Gespräch, die bereits Sucherfolge auf dem Teller hatten. Umfangreiches Angebot, es wurde auch schnell nachgelegt – einfach prima.

Schon  9 Uhr Abfahrt vom Hotel. Am Theaterplatz stieg  Ramona Köhler  zu, unsere Stadtführerin. Auf der  2 stündigen Fahrt durch den Innenstadt-Bereich (bei nieselregnerischem Wetter) erhielten wir umfangreiche Information zur Geschichte, zu historischen Zusammenhängen und über viele Gebäude und Anlagen. Äußerst interessant, gekonnt vorgetragen und erläutert. Dann Ausstieg am Residenzschloss, es ging nun zu Fuß – in 2 Gruppen - weiter. Frau Köhler führte unsere Gruppe durch den Kernbereich in der Altstadt, hielt an verschiedenen Besonderheiten. Dazu gehörte natürlich auch der Fürstenzug, das etwa  100m lange Porzellan-Mosaik mit der chronologischen Darstellung der Herzöge, Fürsten und Könige aus dem Wettiner-Geschlecht, davon besonders bekannt und bedeutend: August der Starke (Regierungszeit 1694-1733). Auf der Innenseite des Gebäudes befindet sich der  Stallhof, jetzt in der Vorweihnachtszeit mit dem traditionellen Mittelalterlichen Weihnachtsmarkt; insgesamt gibt es 11 Weihnachtsmärkte in DRS. Besonders bekannt ist der Striezelmarkt, der existiert bereits seit 1434. Weiter ging es zum Neuen Grünen Gewölbe im Residenzschloss, in dem mehr als 1000 Exponate aus 3 Jahrhunderten präsentiert werden: Keramik und Porzellane, Elfenbeinschnitzereien, Silber- und Goldarbeiten, mechanische Meisterwerke usw. Die meisten künstlerisch und handwerklich einzigartig, wertvoll – sehr beeindruckend. Am Schluss ihrer Führung verabschiedete sich Frau Köhler, jetzt war Zeit für individuelle Erkundungen. Auch die andere Gruppe war mit ihrer Führerin sehr zufrieden und hatte ebenfalls Freizeit. Aufgehalten wurden wir durch starken Regen und böigem Wind. Der ließ dann bald nach, und wir konnten individuell ausschwärmen. Später trafen wir uns wieder für die Fahrt mit unserem Bus zum Büffet-Abendessen im Pullmann, Prager Straße.

Tag 3 (Sa) Moritzburg ,  Dresden , Konzert in der Frauenkirche

Ein sonniger Vormittag. Jetzt empfand man auch den landschaftlichen Reiz des Hotels im Graf Luckner Park. Heute mehr Zeit für das Frühstück im Hotel (Sucharbeit wesentlich reduziert). Dann Fahrt zur  Moritzburg , etwa  20 km nördlich von DRS. Schon großer Besucherandrang, Parkplatz weitgehend belegt, Karl-Heinz fand gerade noch den letzten Bus-Stellplatz. Schloss Moritzburg, ein barockes Jagd- und Lustschloss, liegt leicht erhöht in einer sonst flachen Umgebung, umrahmt von einem See. Den mussten wir uns dazu denken, weil auch hier totale Trockenheit herrschte  (die langzeitige Trockenheit war auch in DRS deutlich zu sehen: die Elbe hatte nur eine Wassertiefe von  78 cm, es gab keinen Schiffsverkehr – auch die berühmten Schaufelraddampfer mussten pausieren.) Das Schloss groß und sehr fotogen. Am Eingang großer Besucherandrang, wir als Gruppe mussten einige Zeit warten, ohne einsehbare Begründung. Dann Zugang und individueller Durchlauf durch die verschiedenen Räume – entlang einer vorgegebenen Tour. Praktisch alle Räume und Gänge mit figürlichen Bildern aus dem Film: Drei Haselnüsse für Aschenbrödel; die Schloss-Szenen waren alle in Moritzburg gedreht worden. Dann Rückfahrt nach DRS ; Mittagessen im Restaurant   Italienisches Dörfchen  am Theaterplatz: sehr gemütliche Räume, rustikale Einrichtung, aufwendige Decken-Malereien; freundliche Bedienung und schmackhaftes Essen. Danach Gruppen-bildung: Freizeit in der Innenstadt  oder Rückfahrt zum Hotel. Die Rückfahrt wurde hauptsächlich von den Teilnehmern gewählt, die zum 3 stündigen Abendkonzert in der Frauenkirche fahren wollten. Von diesem Konzert waren sie sehr angetan; Orchester, Chor und Solisten  und die Atmosphäre in der  Frauenkirche fanden sie gut.

Tag 4 (So) Meißen und Dresden

Wieder Frühstück im Hotel, dann Busfahrt nach Meißen. Das liegt etwa  30 km nordwestlich von DRS an der Elbe. Dort erwartete uns wieder unsere Stadtführerin Ramona Köhler. Rundgang durch die sehenswerte Altstadt, dann Aufstieg zur  Albrechtsburg , das älteste Schloss in Deutschland. Sie führte uns in die verschiedenen Räume auf 3 Etagen und gab uns viele Informationen über Baukunst, Baustatik, erläuterte geschichtliche Zusammenhänge anhand von großflächigen Wandbildern und Figuren. In diesem Schloss entstand die erste europäische Porzellan-Manufaktur, bekannt auch durch den Erfinder der Rezeptur für das  Weiße Gold  Johann Friedrich Böttger.

Dann Rückfahrt nach Dresden, Ausstieg wieder am Theaterplatz bei starken Windböen und heftigem Regen. Individuelle Gestaltung des Nachmittags, wie z.B. Besichtigung der Frauenkirche, verschiedene Weihnachtsmärkte oder auch Einkaufspassage. Danach Treffen zum abschließenden Menü-Abendessen im  Sophienkeller, das sind mehrere Gewölbe im Taschenbergpalais; überraschend groß, rustikal ausgestattet und sehr gemütlich.

Tag 5 (Mo) Rückfahrt nach Hamburg / Norderstedt

Letztmalig Frühstück im Hotel, dann check out und Koffer-Verladung, Abfahrt (9.15 Uhr). Gewählte Strecke führte an Leipzig und Magdeburg vorbei, dann A7. Das Wetter zeigte sich sehr wechselhaft, erst nieselig und auch regnerisch mit Sturmböen, zeitweise sogar sonnig. Die Stimmung an Bord war richtig gut. Sabine hatte auch wieder Vorlesegeschichten, dann übernahm Helmut Jahnke das Mikrofon und bedankte sich im Namen aller Teilnehmer bei unserem Reiseleiter Hans Bibow für das wieder einmal interessante Reiseprogramm und bei Klaus Heuer für den gekonnten Getränke-Service. Hans bedankte sich und auch Klaus, der bei dieser Gelegenheit einen Dank an Karl-Heinz für seine umsichtige und sichere Fahrweise richtete und auch an Marlene für den Kaffee- / Tee-Service. Mit einigen Pausen erreichten wir 17.45 Uhr den ZOB in Hamburg. Zügige Verabschiedung und Ausstieg, Gepäckübernahme. Dann Weiterfahrt nach Norderstedt, Ankunft 18.20 Uhr. Restliche Verabschiedung = Ende einer erlebnisreichen und sehr harmonischen Reise.

Lothar Schickert


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