Sonderfahrt mit dem AKN - Uerdinger Schienenbus

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Gestern, am 17. 9. 2016 war es soweit. Fahrt mit der AKN von Ulzburg-Süd nach Lübeck, mit 8 GeLH´ern und Sandra Neuwirth. Wetter: REGEN! - ohne Ende, doch als die Bahn, „der Uerdinger“ kam, war der Regen vorbei und wir hatten ein super Reisewetter. Leider musste der Zug aus zwei Waggons, immer dem Normalverkehr Vorrang lassen. Warten hieß es nun des Öfteren.

Der Uerdinger ist ein über 60 Jahre alter Schienenbus, 1949 entwickelt und 1951 in Serie gegangen. Er fuhr bis in die 90er bei der AKN. Der Zug hatte auch den Beinamen "Kuddel". Die beiden Waggons haben zusammen 97 Sitzplätze. Mit seinen 150 PS schaffte er 90 km/h.

Mit etwas Verspätung sind wir dann in Lübeck angekommen. Nach einer 2,8 km Wanderung durch Lübeck, kamen wir zur Anlegestelle des Schiffes, mit dem wir dann ca. 1,5 Std. den Fluss Wakenitz bis in den Ratzeburger See befuhren. Der Name des Schiffes war auch Wakenitz.

Die Fluss Wakenitz, auch Amazonas des Nordens genannt, ist ein Abfluss des Ratzeburger Sees, 15 km lang aber nur 2 Meter tief, endend in Lübeck. Die schöne Naturlandschaft, links und rechts Erlenwälder und noch viele andere Pflanzen, machen sie zu einem ruhigen Gewässer. Viele Reiher, die wir auch sahen, sowie Enten und Möwen, die seltene Rohrdommel, sowie See- und Fischadler haben hier ihr Zuhause. Auf der östlichen Seite verlief einst die deutsch-deutsche Grenze.

Angekommen in Rotenhusen am Ratzeburger See, mussten wir auf ein neues Schiff umsteigen. Das erste durfte dort keine Seerundfahrt machen, keine Lizenz bzw. die Schiffe teilten sich die Fahrten der Ratzeburger Seenrundfahrt. Die Fahrt verlief leider ohne Seegang. Nach dem Anlegen folgte ein ca. 1,8 km Weg bis zum Bahnhof Ratzeburg. Hier hieß es nun warten, etwas über eine Stunde! "Unser Uerdinger" war pünktlich am Bahnhof angekommen und fuhr auch rechtzeitig los. Über Mölln bis Büchen. Dann in die andere Richtung über Friedrichsruh Richtung Hamburg und Kaltenkirchen. Wieder mussten wir ein paarmal auf den Linienverkehr, der ja Vorrang hatte, warten.

Kurz vor Hamburg dann Stillstand. Ein Zug hatte die Oberleitung beschädigt. Alles was aus östlicher Richtung kam und nach Hamburg wollte, musste warten, wir malwieder auch. Dieses Mal allerdings 45 Minuten, oder war's sogar eine Stunde (?). Na dann ging es aber mit Vollgas, zügig weiter. Eidelstedt - Elbgaustraße, wieder warten und viel Rangieren, denn der Zug musste, wie bei der Hinfahrt, auf die AKN Streckenführung überwechseln. Dieses Mal in umgekehrter Richtung.

Mit 45 Min. Verspätung war dann das Ziel, Henstedt-Ulzburg-Süd, für die letzten 5 GeLH´er erreicht. Einige von uns waren schon vorher ausgestiegen. Mit dem Auto ging es dann nach Hause.

Auch wenn es diverse Fahrtunterbrechungen gab, war es doch ein schöner Tag, bei dem wir viel zu sehen bekamen.

Vielen Dank an Willfried, dem Organisator und seiner Frau Waltraut.

Gerhard Halpaap

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