Besuch im Chocoversum

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Besuch im Chocoversum

(Bericht vom Besuch 03/2013 - zur Info aufgrund Besuch im Rahmen DV - Jahresversammlung)


Johann Wolfgang von Goethe sagte:

"Wer eine Tasse Schokolade getrunken hat, der hält einen Tag auf der Reise aus. Ich tue es immer, seit Herr von Humboldt es mir geraten hat."


In Hamburg das Hachez - Chocoversum, eine interaktive Erlebniswelt, bei der sich alles um die Kakaobohne dreht. Unser Guide, die uns, die GeLH’er -Chokoholics, zum Entdecken, Mitmachen und Erleben einlud. In anderen Worten uns wurde den Weg von der Ernte der Kakaobohne bis hin zur fertigen Schokolade eingehend erklärt.

Als Erstes erfuhren wir wie eine Kakaofrucht aussieht, wo sie herkommt und wie sie aufgebaut ist, wir lernten die Vielfalt des Kakaos und seiner Bestandteile kennen: als Genussmittel, als Medizin und als Kosmetik. Auch konnten wir die frische Kakaobohne probieren, leider von Schokolade keine Spur.

Als Nächstes sahen wir anhand Wandtafeln den Anbau und die Ernte, z. B. am Amazonas mit der Hand in 12 bis 15 Meter Höhe. Eine frische Schote wiegt ca. 300 bis 800 Gramm und enthält die Kakaobohnen.  Nächster Schritt war dann die Verpackung und die Verschiffung für den Export. Folgend dann die maschinelle Verarbeitung, die uns zum leichteren Verständnis, unter Beteiligung der Gruppe, an manuellem Gerät erklärt wurde.

Rösten - die letzte Feuchtigkeit wird aus den Bohnen genommen und die Bohnen erhalten nun auch ihr schokoladentypisches Braun. Röstdauer und Temperatur sind übrigens von Bohnensorte zu Bohnensorte unterschiedlich. Man kann hier schon das herrliche Schokoaroma riechen und erahnen!

Brechen und Schälen - die Kakaobohnen werden mehrmals gesiebt um Schalenreste zu entfernen. Die Trennung von der Schale ist sehr wichtig, da die Schale den Geschmack der Schokolade negativ beeinträchtigen würde.

Mahlen - im letzten Schritt werden die Bohnen nun gemahlen. Durch die Reibung in der Mühle wird die Schokolade erwärmt und schmilzt, sodass ein feines, aber doch cremiges Pulver entsteht. Das schmeckt nun zwar schon schokoladig aber noch nicht wirklich lecker. Zur Schokolade gehört also noch einiges mehr...

Dem Kakao werden nun noch weitere Zutaten hinzugefügt, damit daraus Schokolade werden kann: Die anteilige Verteilung der einzelnen Zutaten ist abhängig davon, welche Schokoladensorte hergestellt werden soll.

Für das Mischen der Zutaten gibt es hier eine riesige Maschine - den Melangeur.
Hier durften wir alle wieder probieren und ja, es schmeckt schon nach Schokolade, klebte allerdings wie Kleister am Gaumen.

Zum optimalen Vorbereiten der Schokolade auf die Conche durchläuft sie noch eine Maschine mit großen Walzen, in der die Schokoladenmasse geglättet wird.

Dann kommt die Schokolade in die Conche, ein Rührwerk in der die Schokolade den letzten Schliff bekommt, hier wird die Schokolade noch einmal 72 Stunden gerührt. Auch hier durften wir ausgiebig probieren.

Im Anschluss an die Coche erfolgt dann das Abkühlen und das Verpacken. Für eine gute Tafel Schokolade wird mit einer Verarbeitungszeit von ca. 100 Stunden gerechnet.

Die zweistündige Besichtigung war sehr lehrreich, besonders gefiel uns das degustieren während der einzelnen Verarbeitungsschritte.

G.Bloehs

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