Airbus Besichtigung - Hamburg Finkenwerder

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                                            Moderne Vögel !

Besichtigung des Airbus –Werkes in Hamburg – Finkenwerder am 23.07.2016

Da in Hamburg diesmal das Dachverbandstreffen der GeLH ten vom 22.07.- 24.07.2016 angesagt war, bot sich auch eine Besichtigung des AIRBUS – Werkes in Hamburg Finkenwerder an. Somit konnten 60 Teilnehmer daran teilnehmen.

Wir wurden am Werkstor begrüßt von Herrn Oberfranz, Herr Eberhardt und Herrn Nahel. Diese Herren führten uns mit sehr guten fachlichen Kenntnissen vom Flugzeugbau durch das Werksgelände.

Etwas zur Geschichte: Das Werk im Stadtteil Finkenwerder liegt auf dem Gelände der 1936 gegründeten Hamburger Flugzeugbau – Gesellschaft. ( speziell für den Bau von Wasserflugzeugen)

Durch Zusammenlegung verschiedener deutscher Flugzeughersteller entstand schließlich das heutige AIRBUS – Werk. Es sind inzwischen ca. 15000 Mitarbeiter tätig.

In Hamburg wird die gesamte A 320 Familie hergestellt. Zusätzlich auch Rumpfbauteile für Langstreckenflugzeuge die per Schiff oder mit dem Großraumflugzeug „ Beluga“ (entstanden aus der A300 ) nach Toulous transportiert werden.

In der Halle 243 konnte dann eine aufgebockte A380 mit vielen Erklärungen bewundert werden.

Auch die Bauweise der A 320 Familie in den weiteren Produktionshallen war von hohem Interesse.

Vor allem in der Halle 8 bekommt das hintere und vordere Rumpfbauteil sein Innenleben. Eingedockt in ein Unter und Oberdock, sodass im Rumpfbereich schon Rohre, Leitungen und Isoliermaterial verlegt werden können. Im unteren Rumpfbereich, dass heißt, Fahrwerkschacht und in der gesamten Länge, kann vorgerüstet werden. In jeder Stunde rückt der Vorgerüstete Rumpf auf der Hebebühne von einem Bauplatz zum nächsten. Selbst die daran arbeitenden Fachkräfte als Team rücken mit dem Bauteil weiter und finden an der nächsten Station weitere Einbauteile. Es wird dadurch ein gutes Arbeitsklima, Rationalität und gute nachkontrollierbare Qualität erreicht.

In einer weiteren Halle werden dann das auch schon fertige Heckteil und das Rumpfvorderteil mit Cockpit an das Mittelteil angebaut. Hinzu kommen dann Seiten und Höhenflossenanbau.

An der Station 40 erfolgt dann der Flächenanbau mit ca. 2140 bzw. 3200 speziellen Passbolzen je nach Bautyp bzw. Modell. Jeder Bolzen ist zertifiziert und hat einen hohen Materialwert.

Auch der Anbau der Triebwerksaufhängung (Pylon) und Fahrwerke werden in dieser Halle vorgenommen.

Nach der Lackierung des Flugzeuges werden erst die Triebwerke angebaut, danach findet auch der Kabinenausbau seine Vollendung.

Nach vorgegebenen Systemchecks und Werkstattflug kann das jeweilige Modell dem Kunden übergeben werden. Nach heutigem Stand können 45 Flugzeuge im Monat das Werk verlassen.

Alle Teilnehmer dieser Besichtigung waren sehr dankbar, dass solch eine Führung vom Hamburger Regionalverein angeboten wurde, denn das Interesse war sehr groß. Auch Dank an die anfangs erwähnten Herren, die uns durch das Werk führten.

Joachim Baltz  (Version 4.Aug.2016)


Bilder zum Bericht auf der Seite des Dachverbandes:

http://www.gelh.de/BILDER%20JAHRESTREFFEN5_%202016.html#row3bild_3

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